Wie entstehen neue Kleingruppen

Im Kampagnen-Handbuch, das Sie als teilnehmende Gemeinde erhalten, beschäftigen sich über 20 Seiten mit dem Thema Kleingruppen. Kleingruppen sind ein zentrales Element der Kampagne. Sie finden viele Anregungen dazu, wie Sie das Programm der jeweiligen Kleingruppen gestalten können, wie Sie neue Kleingruppenleiter oder Gastgeber für Kleingruppen finden, wie Sie Hindernisse und Ängste abbauen.

Die Kampagne bietet Ihnen eine neue Möglichkeit zum Aufbau von Kleingruppen mittels des Einsatzes eines besonderen Kleingruppenvideos. Sie benötigen für neue Kleingruppen keine ausgebildeten Kleingruppenleiter, sondern vor allem Gastgeber, die bereit sind, ihr Haus zu öffnen, um einer Kleingruppe Raum zu bieten. Mit Hilfe des Videos, das eine kurze Einführung für den Gastgeber und einen Abschnitt für die gesamte Kleingruppe enthält, wird in das Thema jedes Treffens eingeführt. Anhand des Kleingruppenheftes können die Teilnehmer dann das Thema gemeinsam vertiefen und miteinander ins Gespräch kommen.

Um neue Kleingruppen ins Leben zu rufen, bietet die Kampagne zwei Möglichkeiten an:

Der „Treffpunkt Kleingruppe“

Der „Treffpunkt“ ist eine Veranstaltung, bei der sich Menschen ohne Kontakt zu einer bestehenden Gruppe mit dem Wunsch kennen lernen, für einen begrenzten Zeitraum neue Kleingruppen zu bilden. Ziel ist es, während der etwa ein bis anderthalb stündigen Veranstaltung unter den Gästen ein Gefühl der Familienzusammengehörigkeit entstehen zu lassen. Es hat sich gezeigt, dass sich die Teilnehmer einer Tischgruppe nach dem „Treffpunkt“ auch darauf einlassen können, in den kommenden sechs Wochen eine Kleingruppe zu bilden. Inzwischen ist der „Treffpunkt“ für Tausende zu einem hilfreichen Anfang für den Einstieg in eine Kleingruppe geworden.

Das „Wohnzimmer-Prinzip“

Das „Wohnzimmer-Prinzip“ wurde als eine Strategie entwickelt, mit deren Hilfe Sie dezentral viele neue Gruppen gründen können. Es empfiehlt sich vor allem dann, wenn es darum geht, eine große Anzahl Teilnehmer für die Dauer der Kampagne in Kleingruppen aufzuteilen. Das „Wohnzimmer-Prinzip“ greift die Idee des „Treffpunkt Kleingruppe“ auf und dezentralisiert ihn.

Möchten Sie einerseits in Ihrer Gemeinde alle Glieder, alle Laien mit einbinden und die Aufgabe des Einladens auf viele Schultern verteilen und ist auch andererseits die Bereitschaft zur Einbindung seitens der Gemeinde vorhanden, dann liegen günstige Voraussetzungen für die Anwendung des „Wohnzimmer-Prinzips“ vor.

Mit diesem Konzept geschieht die eigentliche Werbung für die Kleingruppen in persönlichen Gesprächen. Es hat im Grunde zur Folge, dass sehr, sehr viele kleine „Treffpunkte“ in der ganzen Gegend stattfinden! Die Menschen vereinen sich im Kontext Ihrer Nachbarschaft und nicht im Umfeld eines Kirchengebäudes zu einer Gruppe. Nehmen Sie nun das Konzept des video-basierten Kleingruppenprogramms und verbinden Sie es mit der Kraft, die in den persönlichen Kontakten steckt – und Sie werden von dem Ergebnis erstaunt sein. In einigen größeren Gemeinden, die bereits an der Kampagne teilgenommen haben, hat sich die Zahl der Kleingruppen verdoppelt, obwohl es bereits vorher eine rege Kleingruppenarbeit mit 20 und mehr Hauskreisen gab.

Geben Sie mit der Kampagne vielen Menschen die Gelegenheit, eine geistliche Familie und einen Raum zu finden, um christlich leben zu können.