Interview mit David Grebasch

Mit einer Kleingruppe in einem halben Jahr durch die ganze Bibel

David, Ihr habt „Die Geschichte“ als einen halbjährigen Kurs angeboten. Was habt Ihr Euch davon versprochen?

Wir wollten mit diesem Kurs den Zugang zur Bibel einfacher und leichter zugänglich machen. Dabei hofften wir, dass sich vor allem auch Menschen für die Bibel interessieren, die Gott noch nicht kennen. Den Kurs als Gruppe zu machen fanden wir sehr hilfreich, weil wir uns so gemeinsam auf den Weg machen konnten, diese großartige Geschichte und Liebeserklärung Gottes an die Menschen zu entdecken. Im "normalen" Arbeitsalltag ist es manchmal schwer, sich jeden Tag mit der Bibel zu beschäftigen. Deshalb wollten wir – beschränkt auf ein halbes Jahr – gemeinsam unterwegs sein, uns herausfordern lassen, uns gemeinsam verpflichten und uns in dieses fantastische Buch vertiefen.

Wen wolltet Ihr erreichen?

Wir wollten Menschen erreichen, die hungrig waren, die Bibel zu lesen und Sehnsucht hatten, den "roten Faden" im Handeln Gottes und seinen Plan für jeden Menschen und die ganze Menschheit zu entdecken. Es kamen ca. 30 Personen. In der Praxis stellten sich dann einige Hürden, als wir merkten, dass der Wissensstand, die Erwartungen und Vorstellungen des Kurses ganz unterschiedlich waren. Die einen wollten mehr diskutieren, andere wollten mehr Wissen und Fakten vermittelt bekommen...

Was war Deiner Meinung nach die Hauptmotivation, warum Leute sich auf diese zehn Abende eingelassen haben?

Die Bibel im Gesamtüberblick kennen zu lernen; sich gemeinsam zu verpflichten; den Zugang zur Bibel leichter und besser zu finden; Hunger nach Gott. Die meisten bewegte die Frage: Was haben die Geschichten der Bibel mit mir persönlich und meinem Leben heute zu tun?

Was hat Dich am meisten überrascht?

Die Resonanz und der Hunger der Menschen, mehr über die Geschichten und den „roten Faden“ der Bibel zu erfahren, und Gottes Handeln im persönlichen Lebensalltag zu erfahren. Mich hat überrascht, wie groß der Hunger bei den Menschen nach einem nahbaren, spürbaren, erfahrbaren Gott ist.

Eine Erfahrung die Dich berührt hat?

Eine ältere Dame kam nach dem Kurs auf mich zu und sagte mir, dass sie eine neue Liebe zum Wort Gottes gefunden hätte. Am meisten aber hätte sie gelernt, wie wichtig Dankbarkeit im Leben sei und wie bereichernd es ist, Gott mit Liedern anzubeten. Ein Mann, der Jesus noch nicht kannte, hat fast an allen Kursabenden teilgenommen, hat das Buch gelesen, mitgesungen, mitdiskutiert, das war sehr berührend zu sehen, wie er "dranblieb".

Was ist Deiner Meinung nach die Stärke dieses Kurses?

Der chronologische Aufbau der Bibel. Er hilft einem sehr dem roten Faden der Geschichte Gottes mit uns Menschen zu folgen. Und die lebendige, in die heutige Sprache übersetzte Erzählweise, die den Zugang und das Verständnis für die Geschichten der Bibel enorm erleichtert.

Wo lagen die größten Herausforderungen?

In den unterschiedlichen Erwartungen der Kursbesucher und in der Gestaltung der Abende.

Was würdest Du das nächste Mal anders machen?

Ich würde die Zielgruppe und die Erwartungen klarer bestimmen und kommunizieren und eventuell verschiedene Gruppen anbieten für Bibeleinsteiger und Bibelkenner. Und für die Referate würde ich mich an einem Abend auf zwei bis drei Themen konzentrieren. Die Breite der angesprochenen Themen ist so vielfältig, dass man sich schnell einmal verzetteln kann.

Wem empfiehlst Du diese Kampagne?

Hauskreisen und kleineren Gruppen, wo Fragen diskutiert, und allenfalls auch stehen gelassen werden können. Übrigens: eine weitere Kleingruppe wird den Kurs im Herbst in Bern nochmals anbieten. Eine andere Kleingruppe ist bereits seit Anfang des Jahres dran. Ihre Rückmeldung ist sehr positiv. Die Mitleiterin der Kleingruppe sagte mir, dass sie dieses „Projekt“ als Gruppe sehr gestärkt habe.



David Grebasch, Mitglied des Leitungsteams der Vineyard Bern, ist als Pastor tätig und leitet das Dienstleistungszentrum (Backoffice, Finanzen, IT, Projektmanagement). Er liebt es, mit Menschen unterwegs zu sein, sie in ihren Begabungen freizusetzen und gemeinsam Reich Gottes sichtbar und für Menschen zugänglich zu machen. Auf das Abenteuer „Die Geschichte“ hat er sich eingelassen weil es ihm ein Herzensanliegen ist, dass die Menschen eine ganz neue Liebe zum Wort Gottes erhalten und dadurch die Liebe des Heilshandels Gottes für Ihr persönliches Leben erfahren.