Stadtmission Kaiserslautern

 


Karl-Richard Albus
Vorsitzender der SMK

Stadtmission Kaiserslautern
Brüderstraße 1
67659 Kaiserslautern

40 Tage Leben mit Vision - Echos

In 15 Hauskreisen unserer Gemeinde wurde in den Wochen zwischen Ostern und Pfingsten eine geistliche Reise anhand des Reiseführers „Leben mit Vision“ von Rick Warren unternommen. Wiltrud Albus fragte einige Teilnehmer und Hauskreisleiter nach ihren Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen bei dieser besonderen Art von Reise. Was sie unterwegs entdeckt haben, soll mutmachend für andere hier weiter gegeben werden:

E P:   Beim Lesen des Buches dachte ich anfangs: „Huch, was kommt da auf mich zu? So plakativ, typisch amerikanisch. Als wir dann in der Gruppe das Video mit Rick Warrens Ausführungen anschauten, war es anders, es wirkte auf mich positiv.

Ich werde als Christ gefordert. Wenn man am Anfang steht, so wie ich, ist das ein großer Anspruch. Die erste Woche war der härteste Schritt, danach wurde es leichter für mich. Ich erlebte es als Korrektur des eigenen Standpunktes. Es gibt viele Aspekte in dem Buch, die neue Anstöße für mich sind. Es ist sehr fordernd und ich musste mich eher durchbeißen. Entlastend dagegen ist, weil man sich oft nur das Leben hier vorstellen kann, zu hören, dass danach noch etwas kommt. Ich bin motiviert, in diesem Leben zu reifen. Das hat mit der Beschäftigung mit dem Buch zu tun.

In starker Erinnerung ist mir: Anbetung ist nicht, dass ich mich wohlfühle, sondern dass es um die Ehre Gottes geht, dass ich ihn lobe für sein Handeln und ihm danke.

H S:   Durch die Abende hat sich über das Thema hinaus Gemeinschaft entwickelt, wo persönliche Probleme ausgesprochen und gemeinsam im Gebet getragen wurden. „Leben mit Vision“ war ein Aufhänger, sich zu treffen, aber es wurde daraus ein Dienen, dass jeder, der gerade Hilfe nötig hatte, sie auch bekam, um wieder klar zu sehen.

Für mich war es vorher die Frage, was ich mit Gott anfange, jetzt muss ich meinen Lebensstil umstellen und fragen: „Was will Gott von mir?“ Gott hat die guten Werke für uns bereitet, diese möchte ich durch den Heiligen Geist erkennen und umsetzen. Eine ständige Verbindung mit Gott ist Voraussetzung. Anbetung soll für mich Lebensstil werden.

K G:  Es waren für mich manche neuen Denkanstöße dabei, wenn ich z. B. daran denke, dass die Anbetung das ganze Leben meint. Sehr wichtig geworden ist mir bei der Beschäftigung mit den einzelnen Themen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Verstand und von allen deinen Kräften.“ (Markus 12,30) Ich will mich auch in Zukunft in vielen Situationen daran erinnern.

Die Idee mit den kleinen Hauskreisen fand ich schön, weil man sich besser kennen gelernt hat. Und wir wollen uns weiterhin ab und zu treffen, jeder bringt etwas mit, und wir tauschen uns über bestimmte Themen aus. Auch wollen wir uns manchmal anrufen und fragen wie es geht, um so den persönlichen Kontakt zu halten.

D L:   Die beiden Lebensziele „Sie wurden erschaffen, um Gott zu dienen“ und „Sie wurden erschaffen, um Christus ähnlich zu werden“ haben mich persönlich am meisten angesprochen. Die Charakterentwicklung ist ein schwieriger Prozess, aber weil Gott sich bitten läßt und mir durch sein Wort, durch den Heiligen Geist und durch verschiedene Lebensumstände und Probleme an mir arbeitet und mir hilft, habe ich Hoffnung, dass ich das Ziel, Christus ähnlich zu werden, erreichen darf.

E G:   In unserer Kleingruppe habe ich einige wertvolle Entdeckungen gemacht:

  • Wir sind uns persönlcih näher gekommen.
  • Nie hätte ich hinter einer Person vermutet, dass sie immer mit Schmerzen lebt.
  • Jemand schilderte ganz ehrlich seinen geistlichen Stand.
  • Bei einer anderer Person entdeckte ich, wie treu und opferbereit sie Menschen begleitet.
  • Die Bibelkenntnis der Einzelnen war eine prima Bereicherung in der Gruppe.

Täglich betete ich für jeden, das schaffte eine feine Verbundenheit. Die Vorbereitung und Gruppenleitung forderten mich, doch bei allem war ich selbst die Beschenkte.

R K:   Wir haben uns sehr spontan für eine eigene Gruppe entschieden. Neben dem Buch haben wir uns an der Video-Kassette orientiert und von Woche zu Woche die Teilnehmerbögen bearbeitet.

Der erste Teil „Wozu lebe ich überhaupt?“ hat mir am besten gefallen. Das Thema hat mir eine neue Sicht gegeben. Die Aussage „Alles fängt mit Gott an“ und das Bibelwort aus Römer 8,6 (GN) „Was unsere selbstsüchtige Natur will, führt zum Tod. Was der Geist Gottes will, führt zum Leben, zu Heil und Frieden.“ fand ich sehr hilfreich. Ich habe mich innerlich damit auseinander gesetzt. Ich bekomme eine Richtung, die zum Ziel führt. Ich muss hinhören, wenn Gott zu mir spricht, dann kann ich es erkennen. Ich habe ganz konkret gefragt, wie ist das jetzt mit mir, was würde ich tun, wenn heute oder morgen der letzte Tag meines Lebens wäre? Bei der Beschäftigung damit bekam ich die Gewissheit, dass am letzten Tag die Tür zur Ewigkeit aufgeht. Es ist wie bei einer Fernreise. Wir kommen auf dem Flughafen des fremden Landes an und wissen nicht, wohin es geht. Aber es steht ein Reiseleiter mit dem Namensschild und Logo unseres Reiseveranstalters bereit und bringt uns zum Hotel. So wartet Jesus und führt uns in seine Wohnungen, die er für uns bereit hält. Der Tod hat dabei für mich den Schrecken nicht mehr, wie das vorher der Fall war. Wenn ich mich von Gottes Geist leiten lasse, darf ich am letzten Lebenstag sagen: es hat sich gelohnt.

Es ist nicht mehr Ziel meines Lebens, das Beste für mich zu bekommen, sondern Gottes Ziele zu erreichen. Wie kann ich das jetzt umsetzen, gerade auch im Beruf, womit ich die meiste Zeit des Tages verbringe? Es gibt für mich neben der kommerziellen Seite nun noch einen anderen Aspekt: konkret die Ziele Gottes umzusetzen. Wo Menschen in Not sind, möchte ich helfen. In den letzten Wochen habe ich schon gezielt Hilfe weitergeben können. Wenn ich in die Ewigkeit komme, möchte ich etwas Sinnvolles gemacht haben, was zu Gottes Ehre ist.